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App ist nicht gleich App – Nicht alle Apps sind gleich geboren

Bei Apps für Mobiletelefone mit grossem Display und Internet-Browser (Smartphones) unterscheiden wir zwischen nativen Apps und Web-Apps, aber es gibt auch Apps die etwas von beiden haben, die nennen wir hybride Apps.

Native Apps sind sozusagen angeborene Apps, die speziell für die jeweiligen Smartphone-Betriebssysteme, wie Android, Symbian, iOS, Blackberry, MeeGo, WebOS, Bada oder Windows Mobile programmiert werden. Apple iPhone, iPod Touch und iPad haben alle Apples eigenes iOS Betriebssystem, die meisten Nokia Smartphones verwenden ein Symbian Betriebssystem und das Android Betriebssystem findet Einsatz auf Google’s eigenem Smartphone Nexus One, sowie auf einer Reihe von Geräten der Hersteller HTC und Motorola.

Die nativen Apps dieser Geräte sind unter den verschiedenen Smartphones nicht austauschbar, sondern müssen für jedes Betriebssystem, und teilweise für unterschiedliche Gerätemodelle mit dem gleichen Betriebssyetem, einzeln erstellt bzw. angepasst werden. Deshalb muss die gleiche App in der Regel mehrfach programmiert werden, wenn man sie für mehrere verschiedene Smartphones verfügbar machen möchte. Jedes der Smartphone-Betriebssysteme hat seine Vorteile und Nachteile und auch unterschiedliche Funktionalitäten, die unterstützt werden. Wenn eine Anwendung (kurz: App) z.B. Geodaten oder gerätespezifische Eigenschaften nutzen soll, dann können die Möglichkeiten auf den verschiedenen Smartphones sehr unterschiedlich ausfallen. Ausserdem bedarf es unterschiedlicher Programmierwerkzeuge – genannt Software Development Kits (SDK) – und Programmiersprachen, um native Apps für die verschiedenen Betriebssysteme zu erntwickeln.

Zum gegenwärtigen Zeitpunkt (Sommer 2010) ist Symbian das am weitesten verbreitete Betriebssystem, gefolgt von Blackberry, Android und iOS (Apple), aber die Marktanteile verschieben sich seit mehr als einem Jahr deutlich zum Vorteil von Android und iOS. Diese Entwicklung hat sicherlich mit der grossen Popularität des iPhones, der riesigen Vielfalt von Apps für diese Geräteplattform und dem erfolgreichen Vertriebskonzept des Apple App Store zu tun. Die leichte und intuitive Bedienbarkeit der Apple-Geräte und das einfache Aufladen von Apps hat diesen Smartphones einen enormen Markterfolg beschert, den insbesondere Google mit dem Android-Betriebssystem sehr schnell und erfolgreich verfolgt hat. Und weil Android ein freies und offenes Betriebssystem ist, welches rasch weiterentwickelt wird, kommt es auf eine Vielfalt von Geräten von mehreren Herstellern zum Einsatz. Brancheninsider prognostizieren eine zunehmende Dominanz der Betriebssysteme Android und iOS im Laufe der nächsten drei Jahre, weil sie für leistungsfähige und innovative, native Apps besonders geeignet und interessant sind. Aber auch die anderen Hersteller Blackberry, HP/Palm, Microsoft, Nokia und Samsung forcieren jeweils Ihre eigenen Betriebssysteme und bringen neue Versionen und Apps auf den Markt.

Um diese etwas unübersichtliche Diversität und Fragmentierung des Marktes zu umgehen, suchen viele Software- und Web-Entwickler eine einheitliche Lösung in sogenannten Web-Apps, die gleichermassen auf allen Betriebssystemen und Gerätetypen laufen, sofern ein echter Web-Browser vorhanden ist.

Web-Apps sehen oft auf dem ersten Blick aus wie native Apps, aber sie laufen tatsächlich innerhalb des Web-Browsers auf dem Smartphone. Genauer gesagt, laufen sie auf einem Web-Server im Internet und stellen lediglich die Eingabe und die Ausgabe auf dem Smartphone dar. Deshalb funktionieren sie auch nur, wenn das Smartphone eine Internetverbindung hat, und sie laufen auch nur so schnell und verzögerungsfrei wie die aktuelle Internetverbindung es erlaubt. Gut programmierte Web-Apps können das Aussehen und die Bedienung einer nativen App sehr gut nachahmen, aber sie können längst nicht den Funktionsumfang und die Geschwindigkeit einer nativen App erreichen, und das ist ihr nicht zu übersehender Nachteil. Wenn man aber nur einen geringen Funktionsumfang benötigt, wie z.B. das Abrufen und Lesen von Daten und Informationen, die im Internet verfügbar sind, und wenn die Ausführungsgeschwindigkeit nicht kritisch ist, dann ist die Web-App eine kostengünstige Alternative, die gleich alle Betriebssysteme bedienen kann.

Da wären aber auch noch die hybriden Apps. Denn zwischen nativen Apps und Web-Apps gibt es eine Bandbreite von Apps, die zum Teil nativ auf dem Smartphone ablaufen und zum Teil auf einem Web-Server im Internet laufen. Solche quasi-nativen Apps nennt man auch Widgets, wenn sie gewisse Kriterien erfüllen. Der Vorteil dieser Apps ist, dass sie auch dann laufen, wenn das Smartphone nicht mit dem Internet verbunden ist, und dass einige Funktionen mithilfe moderner Web-Techniken (HTML5, CSS3, JavaScript) optimiert im Web-Browser sehr komfortabel ausgeführt werden. Zur Zeit fehlt es noch etwas an komfortablen und leistungsfähigen Entwicklungswerkzeugen und auch sind die Technologien und Standards nicht ausgereift oder noch in Entwicklung. Deshalb reichen die hybriden Apps auch noch nicht an native Apps heran.

Welche App-Technologie für eine mobile Internet-Anwendung optimal ist, kann anhand der Anforderungen an die Funktionalität, der erforderlichen Ausführungsgeschwindigket und dem Qualitätsanspruch an der gewünschten App entschieden werden. Dabei sollten selbstverständlich auch wirtschaftliche Überlegungen wie Budget und das Kosten-Nutzen-Verhältnis berücksichtigt werden.


Bildung für Alle via Mobilfunk

Die Organisation der Vereinten Nationen für Erziehung, Wissenschaft und Kultur (UNESCO) gibt an, dass über 120 Mio. Kinder weltweit keinen Zugang zu einfachen Bildungsmöglichkeiten haben, weil sie in keiner Schule gehen. Mehr als 800 Mio. Menschen weltweit bleibt heute noch eine Grundschulausbildung verwehrt. Deshalb will die UNESCO mit ihrem Programm “Bildung für Alle” erreichen, dass mehr Ressourcen für Bildung für die Menschen in Entwicklungsländern bereitgestellt und eingesetzt werden. Read more »


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